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NSU Monologe, Dokumentarisches Theater (Bühne für Menschenrechte)

Theaterstück + Publikumsgespräch

Nach den Asyl-Monologen und Asyl-Dialogen, wird nun auch das neueste Stück der Bühne für Menschenrechte in Osnabrück gezeigt. Fünf Jahre nach dem Bekanntwerden des “Nationalsozialistischen Untergrunds” erzählt die Produktion NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU.
Im Zentrum stehen die Geschichten von Elif Kubaşık und Adile Şimşekİsmail Yozgat und der Trauer um seinen Sohn.und der gewaltvolle Verlust ihrer Ehemänner sowie von

Wir erfahren vom Mut der Hinterbliebenen, in der 1. Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, wiederholt die Umbenennung einer Straße einzufordern und nicht zuletzt vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Ermittler zu verteidigen.

Wenn in den NSU-Monologen die Schauspieler*innen mal behutsam, mal fordernd, mal wütend ihre Stimme erheben, dann erzählen sie roh und direkt die Erfahrungen der Hinterbliebenen und liefern uns intime Einblicke in das Hoffen und Bangen menschlicher Existenzen, denen wir uns nicht mehr entziehen können.

Die NSU-Monologe entstanden durch ausführliche Interviews, lediglich gekürzt und ohne sprachliche Veränderungen - ein Werk zeitgenössischer Geschichtsschreibung, das in Zeiten des Erstarkens der AfD und des europäischen Faschismus an Aktualität kaum zu überbieten ist.

Das Stück wird als Auftakt der diesjährigen Tagung des Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimeforschung gezeigt. (Ab 19:00 Uhr)

Hinweis:

  • 19 Uhr Auftakt der 14. Tagung des Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimeforschung

Zeiten:

  • 05.05.2017 - 20:00

Veranstalter:

  • Netzwerk kritische Migrations- und Grenzregimeforschung (kritnet) Osnabrück und Living in Solidarity e.V.